Microsoft billigt illegalen Softwareeinsatz

Jeff Raikes, Chef der Business Division bei Microsoft, meint, wenn schon Software illegal verwendet wird, dann sei es am besten, sie stamme aus seinem Haus. (c’t)

Das ist doch mal wieder ein schönes Thema. Warum ist Microsft Marktführer mit seiner Software und wie ist der Software Gigant dahin gekommen.

Was bringt es mir, wenn ich eine Software produziere, die wirklich gut ist (man übersehe mal die kleinen Bugs, die immer wieder auftauchen), aber kein Mensch kennt meine Software? Man kann dies schnell errechnen: warscheinlich gar nichts. Also muss ich meine Software verteilen und hoffen, dass diese von vielen als gut befunden wird, dass diese die Software dann einsetzen und irgend wann einmal auch bereit sind für zusätzliche Features oder Programmupdates Geld zu bezahlen. Diese Modelle nennt man entweder Shareware oder Freeware.

Auch Microsoft geht neuerdings dazu über so genannte Evaluirungssoftware die für 120 oder 180 Tage einsetzbar ist auf den Markt zu bringen oder gar seine Software im Beta-Stadium für jeden zur verfügung zu stellen, so bekommt man einen Anreiz diese Software zu nutzen, bis zu dem Punkt, an dem man nicht mehr ohne diese kann (nennt man glaube ich auch Sucht im übertragenen Sinne).

Jeff Raikes sieht anscheint die Gefahr, die sich ergibt, wenn viele Freewares mit Alternativen zu MS Office auf den Markt kommen, wie sie zur Zeit von vielen Anbietern wie auch Google getestet werden. Es könnte sein, das diese Software vom Kunden für gut, oder schlimmer, besser als Microsoftprodukte eingestuft werden könnten. Wenn der einsatz von Illegaler Software tolleriert wird, kann man dies natürlich einfach umgehen. Im Privaten Sektor wird natürlich die bekannterweise gute MS Office Version eingesezt, mit der ich mich beschäftigen kann und weiß wie sie Funktioniert. Im Unternehmen, werden die Mitarbeiter als auch Vorgesetzte bis hin zu Entscheidern natürlich auch die Software von Microsoft einsetzen wollen, damit die Einarbeitungszeit in die jeweilige Software möglichst kurz ausfällt, wenn die Mitarbeiter bereits von zu Hause gewhont sind mit dieser Software zu arbeiten. Wenn dann ein Produkt in der Anschaffung mehr kostet, fällt dies nicht mehr so sonderlich ins Gewicht. Die Logik kann also aufgehen.

Meine Persönliche Meinung hierzu ist eh die, dass Microsoft eben durch die Möglichkeit der Raupkopien zu dieser Monopolstellung gelangt ist. Vor Windows XP gab es nie das Problem eine Software auf mehreren Rechner zu installieren, mal abgesehen, dass es eben nicht erlaubt war. Microsoft machte bei Windows XP einen großen Schritt und bot eben eine SB Version zum extrem günstigen Preis an, wodurch jeder das Betriebsystem auf seinem Rechner hatte und somit auch gleich ein Orginal. Eine Möglichkeit! Trotz dessen gab es für alle, die kein Orginal erworben hatten die Möglichkeit sich Illegal eine Version von Windows XP zu beschaffen. Wohl bemerkt, eben nicht Legal! Diese wird auch nach wie vor von Microsoft mit Sicherheitsupdates versorgt. Aber eben nicht mit Bonusupdates, mit den Microsoft die Kunden gerne davon überzeugen möchte sich Orginalsoftware anzuschaffen.

Und diese Bonusupdates sind wirklich Ihr Geld wert. Meine klare Empfehlung hier, wer noch keine Orginalsoftware ensetzt sollte dies schnellstens umstellen.

Microsoft wird auch weiterhin nicht diejenigen verfolgen, die Illegale Software einsetzen, sondern diejenigen, die diese Vertreiben, da hier der Unterschied in den Medien kaum festzustellen ist, ob eben Orginal oder Kopie. Damit bereichern sich einige wenige, und das schadet tatsächlich dem Softwaregiganten wie auch unserer Wirtschaft.

Viele kleine Firmen, gerade Antivirenhersteller wie Avira oder AVG, der mein persönlicher Favorit ist, machen es dem Giganten, wenn auch in anderer Weise, nach. Sie bieten Ihre Produkte für den Privatkunden in etwas abgespeckter, aber vollkommen ausreichender Version, kostenlos an. Für Firmen, kosten die Produkte natürlich, und gerade hier kann dann das Geld verdient werden.